In der Hundeerziehung gibt es verschiedene Ansichten und Philosophien. Kein anderes Thema birgt so viel Stoff zu hitzigen Diskussionen wie der Umgang mit Hunden, sowie die "richtige" Hundeausbildung.
Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass jeder Hund einen natürlichen Drang zum Aufstieg in der menschlichen Familie hat, analog dem Wolf zum Aufstieg in der Rudelhierarchie, mit dem Ziel einen möglichst hohen sozialen Status zu errreichen. Entsprechend wurden die Hundehalter dazu angewiesen, dem Hund - nötigenfalls mit Druck oder sogar Gewalt - einen tiefen Rang im Familienrudel zuzuweisen. Diese Sichtweise ist zwar definitiv veraltet, wird aber leider noch auf vielen Hundeplätzen vertreten und mit diversen Hilfsmitteln und Methoden praktiziert. Verhaltensstörungen und -auffälligkeiten beim Hund, allem vorab Angst- und Aggressionsprobleme, können damit gefördert werden.
Die Zeit zum Umdenken ist gekommen: Der Hund braucht in der zunehmend tierfeindlichen - oder zumindest tierkritischen - Gesellschaft Hilfe, wenn er sich so verhalten soll, wie der Mensch es von ihm erwartet!
Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiss man, dass ein direkter Vergleich von Verhaltensweisen zwischen Hund und Wolf hinfällig ist, da ein Hund ganz einfach kein Wolf, sondern eben ein Hund ist.
So ist der Begriff "Alpha-Wolf" hinfällig und Dominanztheorien sind nach heutigen Erkenntnissen falsch.
Glücklicherweise gibt es immer mehr Hundetrainern/- innen, deren Trainingsmethoden auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Verhalten des Hundes basieren. Die Ausbildung des Hundes erfolgt über Motitvation, hauptsächlich durch positive Verstärkung (Bedüfnisse werden befriedigt durch Belohnung mit Futter, Spiel, Zuwendung, Sicherheit, etc.). An unerwünschten Verhaltensweisen wird mit tierschonenden Ausbildungsmethoden gearbeitet. Weitere Gedanken dazu können beispielsweise unter den Leitgedanken von wauwiewas nachgelesen werden.
