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Zeckenprophylaxe

Vorbeugen gegen Zecken (Zeckenprophylaxe)

Gleich vorweg: es gibt leider keine 100%-ige Zeckenprophylaxe! Wegen dem Auftreten der durch Zecken übertragenen schweren, oft tödlich endenden Krankheit Hundebabesiose in der Umgebung von Dotzigen ist es aber insbesondere in dieser Gegend wichtig, möglichst gut vorzubeugen.

Wichtigste Massnahme: Hunde nach jedem Spaziergang auf Zecken absuchen.

Prophylaxe mit Anti-Zeckenmitteln

Hier gibt es verschiedene Gruppen:

  1. chemische Präparate
    • Präparate, die die festgebissenen Zecken innert kurzer Zeit abtöten
    • Präparate, die ein Festbeissen der Zecken verhindern (sogenannte Repellents)

  2. Natürliche Präparate, häufig auf der Basis von ätherischen Ölen, Kräutern, Heilsteinen oder Mikroorganismen (EM-Keramik).

  3. Antiparasitenplättchen, die mit einer parasitenabstossenden Information versehen sind oder mittels Ultraschall den Befall verhindern sollen.

Die Wirksamkeit ist abhängig von:

  • Wirkstoff des Präparates
  • Zeckenart, ev. sogar Zeckenfamilie
  • Reaktion der Haut resp. des Organismus des Hundes auf das Präparat             

Weiter zu beachten ist auch die Verträglichkeit des Präparates:
neben lokalen Hautreaktionen wie Haarausfall, Schwellung, Bläschenbildung sind auch Reaktionen des ganzen Organismus wie Übelkeit, Apathie und weiteres möglich.

Dies bedeutet, dass es kein Zeckenmittel gibt, das bei allen Hunden am besten wirkt und gleichzeitig auch von allen gut vertragen wird. 2 Hunde aus demselben Haushalt, die dieselben Spaziergänge machen, brauchen unter Umständen verschiedene Präparate. Sie als Hundehalter müssen also herausfinden, welches Präparat für ihren Hunde resp. ihre Hunde das Beste ist.

Unsere Empfehlung: Benutzen Sie dasjenige Zeckenmittel, mit dem Sie die besten Erfahrungen gemacht haben! Bei Unsicherheit beraten wir Sie auch gerne.

Bitte beachten Sie folgende Punkte:

  • Lesen Sie die Packungsbeilage der Zeckenmittel genau durch und halten Sie sich insbesondere an die angegeben Intervalle zwischen 2 Anwendungen.

  • Benutzen Sie nie 2 chemische Präparate gleichzeitig. Falls die Wirkung zu wenig gut sein sollte, können Sie allenfalls zusätzlich ein natürliches Präparat benutzen.

  • Die meisten chemischen Zeckenmittel sind Fisch- und Bienengifte. Hindern Sie Ihren Hunde nach Auftragen eines Spot on-Präparates am Baden (sonst wird auch die Wirkung gegen Zecken reduziert) respektive entfernen Sie unbedingt das Zeckenhalsband vor dem Baden.
  • Entfernen Sie festgebissene Zecken so schnell wie möglich ohne den Körper zu drücken und ohne Anwendung von Öl, Nagellack resp. Nagellackentferner. Benutzen Sie dazu einen speziellen Heber oder allenfalls eine spitze Pinzette. Sollte der Zeckenkopf steckenbleiben, ist dies nicht weiter schlimm, er wird abgekapselt und es entsteht eventuell ein Miniabszess.

  • Unter Umständen werden Zecken von mit Repellents behandelten Hunden lebend nach Hause gebracht und “warten“ dort auf bessere Zeiten.

  • Ganz wichtig: Zerdrücken Sie alle Zecken, die Sie finden und verbrennen Sie sie, resp. geben Sie sie in den Kehricht. Keine Zecken ins Klo werfen und auch nicht einfach nur zerdrücken, so werden sie weiter vermehrt!
  • Einige Zeckenmittel sind extrem giftig für Katzen! Benutzen Sie bei Katzen nur für sie zugelassene Präparate.

  • Zeckenmittel auf der Basis von ätherischen Ölen können Bindehäute, Nasen- und Maulschleimhaut stark reizen.


Mehr Informationen über Zecken finden Sie in unserem Artikel von 2008

© Dr.med.vet. Renée E. Devaux, Kleintierpraxis Complevet, durchgesehen von Prof. B. Gottstein. 30.3.2011

 

30.03.2011, 20:03 Uhr,
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